2006 wurden insgesamt 19 500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 20 Jahren aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs stationär im Krankenhaus behandelt. Das ist mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 2000 (+105%). Gesundheitsstudie 2005: Rund die Hälfte aller Jugendlichen hält demnach die legale Droge Alkohol notwendig für ein gutes Fest. 15 Jahre zuvor hat nur jeder Vierte diese Auffassung vertreten. Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung: Mehr als 23.000 Teenager wurden 2007 mit einer Alkoholvergiftung in eine Klinik eingeliefert. Jeder fünfte Jugendliche zwischen 12 und 17 bringt es auf mindestens einen Rausch pro Monat. Schätzungsweise 160.000 Kinder und Jugendliche bis ca. 25 Jahre sind laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) alkoholgefährdet oder -abhängig. Fast zwei Drittel aller Jugendlichen in Bayern hatten bereits vor ihrem 15. Geburtstag einen Vollrausch, so das Ergebnis einer Studie der bayerischen Staatsregierung. Das kindliche Nervensystem reagiert empfindlicher als das eines Erwachsenen - bereits ab 0,5 Promille Alkohol im Blut kann ein Kind bewusstlos werden. Beim Schulkind liegt die Gefahrenzone bei ca. 3 Gramm Alkohol je Kilogramm Körpergewicht, während beim Erwachsenen erst doppelt so viel zum Tode führt. Lebensbedrohlich wird der Rausch, wenn das Nervengift Alkohol das Atemzentrum betäubt und ein Atemstillstand droht. Wem es nach dem Erbrechen nicht bessergeht, der ist in Gefahr. Alkohol beeinträchtigt die seelisch-geistige und körperliche Entwicklung der Kinder.
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