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Liebe Eltern, sehr geehrte Damen und Herren des Lehrerkollegiums, liebe Abiturientinnen und Abiturienten! Karl Lagerfeld sagte 2004 in einem Stern-Interview: "Leider kann ich keine Sprache anständig sprechen, deshalb mixe ich alles von überall zusammen. Ich habe ja im Grunde nie etwas gelernt. Ich habe nicht einmal Abitur gemacht und nix." (Karl Lagerfeld, Stern, 3. November 2004, stern.de) Jetzt stelle man sich einmal vor, was aus ihm hätte werden können, hätte er das Abitur gemacht.
Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, Sie haben das Abitur gemacht und sicherlich haben Sie schon konkrete Vorstellungen, was Sie damit anfangen wollen. Die einen folgen dem Trend zu den technisch orientierten Berufen. Vielleicht entwickeln Sie in absehbarer Zukunft völlig neue Werkstoffe oder Techno-logien. Vielleicht erforschen Sie den Mikrokosmos oder erobern die unendlichen Weiten des Universums. Vielleicht heilen Sie die Menschheit von bislang noch unbekannten Krankheitsbildern. Vielleicht erfinden Sie aber auch das Web 5.0. Die anderen wenden sich lieber sozial orientierten Aufgaben zu. Vielleicht studieren Sie fremde Kulturen und Sprachen. Vielleicht lehren Sie selbst Kinder, Jugendliche oder Erwachsene allerlei Fähigkeiten und Fertigkeiten. Vielleicht engagieren Sie sich in der Politik und gestalten ganze Gesell-schaften. Vielleicht philosophieren Sie aber auch über den Sinn des Lebens. Wie auch immer Sie sich entscheiden - nach 13 Jahren Schule und erfolgreichem Absolvieren des Abiturs stehen Ihnen heute alle Wege offen. Es gibt mehr Studien- und Berufsmöglichkeiten als je zuvor und laufend kommen neue dazu. Gemeinsam mit Ihren Eltern wünsche ich Ihnen, dass Sie für sich die richtige Wahl treffen. Es gibt nichts Schöneres, als von sich sagen zu können, dass der Beruf gleichzeitig Berufung sei. Es zeugt von einer gewissen Befriedigung und in der Regel auch von Erfolg. Einen Vorgeschmack dieses Gefühls spüren Sie heute schon. Ich wünsche Ihnen noch viele ähnliche Momente und für den heutigen Tag ein schönes und ausgelassenes Fest. Geniessen Sie es, Sie haben es sich verdient. Ihr Markus Schiefer
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