Kultusminister: Keine Klassenarbeiten nach deutschen EM-Spielen

Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider (CSU) hat alle Lehrer dazu aufgerufen, während der Fußball-Europameisterschaft zumindest am Tag nach Spielen mit deutscher Beteiligung keine Klassenarbeiten schreiben zu lassen. Zuvor hatten bereits der bayerische sowie der baden-württembergische GEW-Landesverband dafür plädiert, Schüler während der am Samstag beginnenden EM teilweise von Klassenarbeiten zu befreien.

Schneider appellierte im Rundfunksender Bayern3 an die Lehrkräfte, den Kindern das Anschauen der Spiele zu ermöglichen, ohne dass am nächsten Tag Proben stattfänden.Zudem sprach sich der Kultusminister für «aktuelle, praxisbezogene Schulstunden» aus: «Ich bin überzeugt, dass gerade dann, wenn die Deutschen in der Vorrunde spielen, man mit den Schülern einen interessanten und packenden Unterricht machen kann.»

Die GEW hatte zuvor alle Schulen in Bayern und Baden-Württemberg aufgefordert, die Schüler nach EM-Fußballspielen der deutschen Mannschaft keine Klassenarbeiten schreiben zu lassen. Man könne bei einem Spektakel mit solch einem Festcharakter nicht erwarten, dass die Kinder früh ins Bett gingen, sagte Bayerns GEW-Vorsitzende Angelika Neubäcker.

Nach den Vorstellungen Neubäckers sollten schließlich ab der Viertelfinalrunde auch nach den jeweiligen Spielen anderer Nationalteams keine unangekündigten Exen oder Klassenarbeiten mehr geschrieben werden. Die Gewerkschaftschefin geht davon aus, dass sie bei den Lehrkräften mit ihrer Forderung auf offene Ohren stoßen wird. Eine konkrete Umsetzung läge allerdings in der Hand der Schulen. «Pech» hätten außerdem die Realschüler, die während der EM ihre Abschlussprüfungen schreiben müssten. In diesem Fall appelliert Neubäcker an «die Vernunft der Schüler».

ddp/ahu/fgr

(Quelle: http://www.ad-hoc-news.de)

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