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Liebe Eltern, liebe Schüler, liebes Kollegium, liebe Förderer und liebe Elternbeiräte, immer wenn man einen Jahresbericht schreiben muss, dann stellt man zunächst einmal fest, dass schon wieder ein Jahr vergangen ist. Und meist ist man von dieser Tatsache ein wenig überrascht, zumindest zu diesem Zeitpunkt. Dann fragt man sich, was ist denn alles passiert, was haben wir aktiv abgearbeitet und was haben wir noch vor uns? Und stellt dann zweitens fest, dass doch recht viel geschehen ist, aber immer noch einiges zu tun bleibt. Bereits bei der Wahl zum Elternbeirat wurde deutlich, dass die hohe berufliche Beanspruchung vieler Eltern zusätzliches, umfangreiches Engagement erschweren. Und wie es nicht anders sein konnte, drängten sich gleich zu Schuljahresbeginn viele Termine, so dass ich erst mal ins Zweifeln kam, wie dies alles zu packen sei. Der thematisch alles beherrschende Schwerpunkt des Jahres lag erwartungsgemäß in der Einführung des G8. Die politischen Rahmenbedingungen im Vorfeld, die hohen Erwartungen, die dabei geweckt wurden und die ebenfalls zu erwartenden einführungsbedingten Anlaufschwierigkeiten führten zu erhöhtem Gesprächsbedarf nicht ohne Konfliktpotenzial. Späte Festlegung der Lehrpläne, anfänglich fehlende Fachbücher, die Gestaltung der Intensivierungsstunden und „neue“ Unterrichtsmethoden lieferten wiederholt Stoff für Diskussionen. Für uns am Emmy kam zusätzlich die Einführung des Ganztages-G8 hinzu. Für die betroffenen Schüler und Eltern war spürbar das erste Halbjahr besonders schwierig, da Schulübertritt und damit die Eingewöhnung in das Lernen am Gymnasium mit Ganztagesschulform und G8-Einführung zusammenfielen. Diese Situation stellte besondere Anforderungen an alle Beteiligten. Von Vorteil für die Elternarbeit war, dass einige Elternbeiräte selbst Kinder in den betroffenen 6. oder 5. und Ganztages-Klassen hatten und die Situation damit eng verfolgen konnten. Die eigenen Erfahrungen in der Klasse meiner Tochter sowie zahlreiche Gespräche mit der Schulleitung und den Lehrern halfen mir, manchen besorgten Eltern in dieser Phase wieder Zuversicht zu vermitteln. Gleichzeitig konnten wir viele kleine Schritte mitverfolgen, die erforderlich waren, um jeden Tag etwas mehr Routine im Schulbetrieb des G8 hinzuzugewinnen. Für mich besonders wichtig: gerade die heutigen 6. Klassen werden in jedem kommenden Jahrgang eine Pilotphase des G8 durchlaufen, daher muss ihnen auch in Zukunft besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Im Unterschied zum vergangenen Jahr bleibt jedoch genügend Zeit zur sorgfältigen Vorbereitung. Gerade in der eher schwierigen Anfangszeit war die Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der Elternbeiräte ARGE sehr hilfreich und bot Orientierung. Wie handhaben es die anderen Gymnasien – welche Probleme haben sie – wie lösen sie diese? Nicht nur ich konnte viele hilfreiche Anregungen und Informationen aus dem Erfahrungsaustausch mitnehmen. Besonders beeindruckend war für mich das sehr motivierende Engagement der Teilnehmer, die dann auch wieder die Interessen der ARGE in der Landes-Eltern-Vereinigung und bei verschiedenen Initiativen vertreten. Die Landes-Eltern-Vereinigung ist letztlich Gesprächspartner der Politik und Bindeglied zum Kultusministerium. Die unterschiedlichen Beiträge waren für mich aber auch die Möglichkeit zu erkennen, dass das Emmy bestimmte Probleme anderer Gymnasien wie beispielsweise unzureichende Möglichkeiten der Verpflegung in der Schule oder schlechte Verkehrsverbindungen am Nachmittag nicht kennt. Dies hatte auch etwas beruhigendes. Ebenfalls sehr wohltuend habe ich die hohe Informations- und Gesprächsbereitschaft seitens Schulleitung und Lehrerkollegium empfunden. Hierbei hat sicherlich auch die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrer über gemeinsame Veranstaltungen, gegenseitige Informationen und offenen Ideen- und Meinungsaustausch nochmals den einen oder anderen positiven Impuls erhalten. Damit bin ich bei dem wesentlichen Aspekt des Jahresberichtes angekommen, dem eigentlich wichtigsten: was wollen wir da noch verbessern?
Damit bleibt mir noch mein persönliches Fazit aus dem ersten Jahr als Elternbeirat. Es war ein sehr interessantes, kurzweiliges Jahr. Das Engagement hat mir viel Freude bereitet und es macht Spaß. Ich kann es nur jedermann empfehlen, die Zusammenarbeit gibt immer wieder neue Impulse. Machen Sie mit, suchen Sie das Gespräch. Sie sind herzlich willkommen! Ihr Markus Schiefer |
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